Werkstatttag

Heute geht ein weiterer, langer Werkstatttag zu Ende. Um halb Acht am Morgen war Treffpunkt mit Papa: Epoxy-Verklebungen! Ihr fragt euch, was ich denn eigentlich genau mache, wenn ich immerzu von Werkstatt rede? Das ist so: Ich brauche ein paar ganz bestimmte…Sachen.

  1. Eine Kiste für hinten. Papa sagt: „Ladefläche“
  2. Eine Halterung für mein Saxophon vorne. Papa sagt: „Frontlader“
  3. Ein Navigierpult am Lenker. Papa sagt: „Warum des?“

Die Kiste soll mir hinten meine Gepäcktaschen gegen Diebstahl sichern, wenn ich z.B. kurz mal im Supermarkt bin. Daran muss man denken, wenn man allein reist. So praktisch die neuen Schnellverschlüsse an den Gepäcktaschen sonst sind. Die Halterung vorne erklärt sich von selbst. Und das Navigierpult ist auch eine Spezialanforderung, weil ich nämlich hauptsächlich mit Karten fahren will, aber für eine Lenkertasche, in die man oben oft sehr praktisch Karten einschieben könnte, keinen Platz habe. Klar, den braucht ja der Frontlader samt Ladung. Also was gibt es für eine Lösung: Ab in die Werkstatt! Und in regelmäßigen Abständen immer wieder mal schnell zum Baumarkt. Schrauben kaufen und so. Dort war ich in den letzten drei Tagen ungefähr zehn mal öfter als in den letzten drei Jahren. Nur gut, dass der so nahe beim Haus liegt! Bei einer durchschnittlichen Anfahrtszeit würde sich meine Abreise mittlerweile um mindestens eine weitere Woche verzögern müssen, glaube ich. Aber nun gut, da habe ich eben (wieder) einmal richtig Glück. Und so nehmen die Dinge langsam Gestalt an. Aber das nicht ohne einen weiteren Klassiker auf Papa´s Sprücheliste:

Es ist mittlerweile Abend. Ich bin oben im Erdgeschoss und messe kurz was am Rad. Unten im Keller höre ich, dass Papa was sagt. Ziemlich laut. Ich gehe kurz in die Garage, Beilagscheiben holen. Als ich wiederkomme, höre ich, dass Papa immer noch was sagt. Immer noch ziemlich laut. Ich gehe mal runter, nachsehen, was da los ist. Ich sehe ihn auf dem Werkstattstuhl sitzen (!!! – Papa sagt: „Ein Handwerker sitzt nie!“), ein kleines Fläschchen Epoxydharz zwischen die Kniescheiben geklemmt, Krampfgesicht, feuerrot. Ah, ich weiß…die Kindersicherung an den Flaschendeckeln, geht nie auf. Papa sagt: „ALSO, DES SIND SOLCHE HALBIDIOTEN!!!“ … [???] … Und Papa sagt: „Ich meine natürlich `Ganzidioten`“.

…und dann sagt Papa noch: „Hol amol a Rohrzang!“

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Frau im Baumarkt!

So, ihr Lieben, jetzt wird es langsam Zeit für einen ersten Beitrag. Ich sehe ja, dass ihr mir schon ein paar gute Wünsche auf meine Seite gepinnt habt – vielen Dank! Dafür will ich euch heute endlich ein bisschen aus meinen Vorbereitungen erzählen. Eine kleine Geschichte aus dem Baumarkt, dachte ich. Das müsste doch was sein für euch.

Heute früh bin ich nach einer hoffentlich für lange Zeit letzten Magengrippe wieder mit gewohnter Kraft aufgestanden. Auf in die Werkstatt! Ach ja, ich sollte da vielleicht noch kurz anfügen, dass mein traumhaftes Traumradl seit letztem Mittwoch unseren Hausgang (zeitweise auch unsere Küche) mit seiner Anwesenheit in helles Strahlen versetzt. Es ist nun endlich da! Und jetzt muss ich daran noch ein bissl rumbasteln. Soweit der Bezug zur Werkstatt. Es dauerte natürlich nicht lange: „Ich geh kurz zum Schmid, Schrauben kaufen!“

Doch wie es immer so ist: Meine Schrauben gab`s gerade nicht. Also hab ich auf dem Heimweg noch einen kurzen Schlenker zum Baumarkt gemacht. Und schon auf dem Parkplatz fiel es mir auf: Ich war gerade dabei, meinen grünen Fühler-Helm in mein Ufo-Helmfach zu stopfen, als mir von der Eingangstür herüber drei blaue Latzhosen völlig entsetzt entgegenstarrten. Was denn bitte? Ich bin eine Frau. Das hinter euch ist ein Baumarkt. Und ich geh da jetzt rein – Schrauben kaufen! Mir war/ist mit Nichten klar, was daran so ungewöhnlich sein soll! Gut, vielleicht war es nicht nur die Kombination Frau und Baumarkt, sondern das in Kombination mit meinen alten, fleckigen, löchrigen Hosen, in Kombination mit meinem rosaroten Anorak, in Kombination mit einem Lederhandtäschchen über der Schulter, …aber muss man deswegen gleich so glotzen?

Nur gut, dass es meine Schrauben wie erwartet auch hier nicht gab. So hab ich beim Rausgehen an der Bäckerei nämlich drei Stück Kuchen mitgenommen. Und damit den drei Latzhosen ihr erschüttertes Weltbild wieder in Ordnung gebracht: Ach na klar, sie kauft hier nur Kuchen! Und schon schmeckten sie wieder, die Leberkässemmeln.

 

Damit wünsche ich euch einen schönen Abend! Ich muss pennen.

P.S.: Nach weiteren drei Fahrten habe ich dann endlich die passende Alternativlösung gefunden – Schraubenproblem gelöst! Morgen: Malerarbeiten!

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