Above rules

It´s incredible: Greece seems to not to want me to go! And almost magic things are happening to make me stay more and more!

Yesterday I sat in a café writing my blog before I actually wanted to leave the Thessaloniki. But right in the moment in wich I sat down to start a woman came to my chair and asked something about my bike which was parked outside. I didn´t understand what she acutally wanted but then I realised the man standing next to me. And I thought that I didn´t see him for the first time…but it too me some seconds to recognise who he was: He was Javier, the cyclist from Spain we met on our first day here in Greece. Actually he was travelling into the opposite destination and was moving to Budapest. So how could it happen that I met him here in Thessaloniki? Then he explained that he was spending the weekend here with his girl and that they were just walking through the really, really crowded city when he suddenly saw a pink box! : )

It was such a good feeling to hear somebody calling my name here so far away from home! And they also seemed to enjoy it. We were standing outside next to my bike, hugging and loughing and talking about the `warmshowers`-platform and other cycling stuff when finally, after Javier and Margherita had left, a Greek man on an also pink bike did the first step by saying: “You know, I´m also enjoying warm showers!”

He brought me to a very sweet and original Greek little restaurant and then offered me a stay on warmshowers. And what else I got, just listen!

(So sorry, but as expected the video is to big for the upload. Imagine you would see and hear Stelios playing the typical Greek Lyra. And be sure: You missed something!)

Or try out Facebook: https://www.facebook.com/buhlangela?ref=hl

 

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Himmelsspiel II

…ja, noch eins! Und zwar ein mindestens so verrücktes, wie das letzte. Es geht los vor zwei Tagen:

Ich wollte den Tag nach meiner Ankunft hier in Thessaloniki nutzen für ein paar nützliche Stadtgänge wie Post, Internet Cafè, Blog schreiben u.s.w. Aber so weit kam es nicht! Ich ging zur Promenade am Wasser und war auf der Suche nach dem richtigen Plätzchen zum Schreiben, als plötzlich ein Zweimeternochwasgrieche vom Himmel fiel und direkt neben mir landete. Stelios, wie sich auf meine erste Frage an ihn herausstellte. Seine erste Frage war: „Bist du Tourist?“, die zweite: „Wie lange bleibst du?“, die dritte: „Bist du Single?“ Mit Mühe und Not konnte ich ihn auf einen Kaffee ausbremsen. Eine durchaus amüsante, aber irgendwie auch komische und alles in allem vogelwilde Begegnung, aber wir verabredeten uns auf einen Abschiedskaffee am nächsten Tag bevor ich die Stadt wieder verlassen wollte. Am selben Abend war ich nämlich schon mit Theano zum Gottestdienst verabredet, da konnte er machen, was er wollte, der griechische Meterstab!

Ich hatte gestern also jede Menge Schreibkram nachzuholen und setzte mich dazu in ein Café. Und zwar bevor ich mich bei ihm meldete! Da tippt mir plötzlich eine Dame auf die Schulter und fragt mich, ob das mein Radl wäre da draußen vor der Tür. Ich bejahte, verstand aber nicht, warum sie gefragt hatte. Jedenfalls wegfahren sollte ich es nicht! Da bemerkte ich erst den Mann an ihrer Seite. Es war Javier! Ein spanischer Radler, dem wir an unserem ersten Tag in Griechenland begegnet waren. Er war eigentlich in die entgegengesetzte Richtung unterwegs, also von Süden Richtung Norden. Und jetzt stand er plötzlich vor mir! Ich konnte es nicht fassen! Er war für ein Wochenende nach Thessaloniki gereist, um hier mit seiner Freundin ein romantisches Wochenende zu genießen. Da flanierten sie dann ganz entspannt durch die samstägliche Trubelzone der wirbeligen Stadt, als er plötzlich eine rosa Kiste sieht und energisch aufschreit: „Die kenn ich, die Kisste!“ und zieht seine Frau durch die Masse bis mitten ins Cafè, direkt vor meine Zehenspitzen! Oh Mann, ist das nicht verrückt?

Wir waren alle drei so aufgekratzt und glücklich und quasselten wild durcheinander über`s Fahrradfahren und `Warmshowern`, das Pendent zum `Couchsurfen`, nur für Biker, sodass irgendwann auch noch ein Grieche um uns herumschwänzelte – ganz dezent und zaghaft, aber schon auch merklich. Und als Margherita und Javier mich dann mit vielen Umarmungen und Küssen verabschiedet hatten, sprach es ganz schüchtern von einem ebenfalls pinken Trekkingrad: „Weißt du, ich bin auch ein Warmduscher!“

So kamen wir ins Gespräch. Von dort in ein faszinierendes, kleines griechisches Restaurant, von dort aus zu ihm nach Hause. Was ich dort bekam, bedarf keiner weiteren Worte:

(Ihr hört das wunderbare Spiel einer original griechischen Lyra, leider ist mein Video um Welten zu groß für den Upload… Es tut mir wirklich im Grunde meines Herzens leid, aber: Ihr habt was verpasst!)

Es sei denn, ihr habt Glück und der folgende FB-Link funktioniert: https://www.facebook.com/buhlangela?ref=hl

Ach ja, fast hätte ich vergessen, den Kreis zu schließen. Also dieser Stelios, der Typ von vorgestern, hat mich knallhart versetzt. Aber bevor ich mich darüber ärgern konnte, standen da erst Javier und Margherita, dann der Warmduscher-Grieche vor mir. Er hat die Verabredung mit Stelios nahtlos übernommen. Und ratet mal, wie er sich gleich im zweiten Satz vorgestellt hat, nachdem er den ersten Kontakt aufgenommen hatte! „I´m Stelios, and you are?“ : )

So kam es also, dass ich Stelios niemals hätte kennengelernt, wenn da nicht dieser Stelios gewesen wäre. Also: Wäre nicht Stelios (der Erste) gewesen, hätte ich an diesem Tag meinen Blog geschrieben, hätte also nicht am Tag danach im Café gesessen, hätte nicht Javier meine rosa Kiste gesehen, hätte nicht seine Freundin mit mir über Warmshowers gesprochen, hätte nicht Stelios (der Zweite) einen Anstoß gehabt, mich anzusprechen, hätte ich glatt dieses einzigartige Privatkonzert einer griechischen Lyra verpasst! Und ist das nicht Beweis genug, dass auch die schrägsten Vögel irgendwie ihre Daseinsberechtigung haben? Manchmal zumindest…

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Unten rum

Was bleibt mir also anderes als die ursprüngliche Idee zu realisieren? Und damit habe ich jetzt ein gutes Gefühl in der Magengegend. Es geht unten rum!

Ich werde nach der Türkei über Zypern nach Afrika hopsen und mal bei den alten Ägyptern vorbeischauen. Von dort gibt´s dann vielleicht ein Schiff, das mich nach Mumbai bringt. Und wenn nicht? Dann sitze ich wenigstens nicht in der Steinöde von X-istan, sondern immerhin in einer Weltmetropole. Und von Kairo komme ich immer irgendwie weiter!

So ist es jetzt beschlossen und ich freue mich unheimlich auf ein paar Tage am türkis(ch)en Meer, auf Zypern und meine Freunding Margi, die mich dort vielleicht besuchen kommt und dann vor allem auf die Pyramiden und den Hafen von Alexandria.

Das bin ich, das wird mein Ding!

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Oben rum

Bleibt mir als Alternative, den Weg duch die sog. –stan-Statten zu nehmen: Georgien, Azerbaijan, (Kaspisches Meer), Kazakhstan, Uzbekistan, Tajikistan, Kyrgistan, China. Kurz: Oben rum. Aber dieses „Oben“ gilt nicht nur für die Position auf der Karte – es geht wohl auch ziemlich hoch hinauf und wird dabei immer karger, steiniger und staubiger. Wüste nennt man das wohl. Und das ist eigentlich auch nicht mein Ding! Ich hab´s lieber warm. Und ich bin lieber am Meer. Und ich liebe, wenn es üppig grünt und blüht. Oder stattdessen die Menschen aufgeregt um mich herumwuseln. Ich mag´s einfach, wenn was passiert, so muss ich sagen. Und dort oben wäre es, wenn ich meiner Vorstellung trauen darf, ziemlich einsam und eintönig. Und ich habe Angst, dass mir dort möglicherweise ein bisschen die Lust vergehen könnte, wenn ich zulange die gleiche Landschaft sehe und damit zwangsläufig das Gefühl bekommen würde, es geht nicht vorwärts. Das alles noch ohne einen Partner, den ich wenigstens vollquasseln könnte (sofern ich beim Bergauffahren noch die Luft dazu hätte)… Dann muss man sich dort wohl an einigen Stellen mit ausreichend Proviant versorgen, da für ein paar Tage keine Dörfer oder Einkaufsgelegenheiten mehr kommen. Dazu vielleicht ein kleiner Einblick in meine letzte Provianttasche: Ich hatte mir ein Stück Feta, eine Orange und einen Apfel für einen Salat gekauft. Nun: Der Feta stellte sich als ein halbes Pfund Butter heraus und die Orange war bis auf einen bitteren Schnitz vollkommen vertrocknet. Die Alternativ-Mahlzeit (Vollkornbrot mit Schinken) stellte sich als Getreidekaffe heraus und dem Schinken war die Wärme nicht gut bekommen… Falls es also so etwas wie ein Anti-Talent für das Vorräte anlegen gibt: Ich habe es! Bleibt noch ein Punkt zu betrachten: Die politische Situation. Was die angeht, bin ich leider völlig blank. Und es ist mir ein bisschen unwohl, so vollkommen unvorbereitet irgendwo hinzugehen. Und gleichzeitig ist es jetzt von unterwegs aus ziemlich schwierig, sich noch zu informieren. Das gilt gleichermaßen für das beantragen sämtlicher Visa, die ich dort für´s Passieren / Einreisen bräuchte. Das Schwierigste von allen wohl das für China. Da mögt ihr jetzt denken, die spinnt! Fängt eine Weltreise an und hat sich weder informiert noch um Visa gekümmert. Aber ich sage euch: Mir steht jegliche Art von Bürokratie gerade dermaßen knapp unter den Mandeln, dass mir sowohl vor meiner Abreise als auch immer noch schlicht und einfach davor ekelt, mich um all diesen Papierkram zu kümmern! All diese Punkte addieren sich in meinem Inneren irgendwie zu einem unguten Bauchgefühl. Ich wollte diese Reise machen, um endlich einmal ganz nach meinem inneren Instinkt und Gefühl und Bedürfnis zu leben. Und ich denke, jetzt sollte ich auch auf dieses Bauchgefühl hören: Da oben durch, das ist einfach nicht mein Ding!

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Ab durch die Mitte

Jetzt aber zurück zu den besinnlichen, durchgrübelten, abwägenden und beschlussfreudigen Radfahrtagen: Ich habe mich nicht auch deswegen ein wenig zurückgezogen, weil mir seit längerer Zeit eine Entscheidung bevorsteht. Oder sollte ich eher sagen „mich plagt“? Nämlich die der Weiterreise nach der Türkei.

Es gibt im Grunde genommen drei Möglichkeiten. Oben rum, unten rum oder mit dem Kopf durch die Mitte. Und ich fange mal mit der Mitte an. Habt ihr euch schon gedacht? : ) Nun, vor einigen Tagen plötzlich war mir klar, das ist die Lösung! Es ist mir einfach aus einem Bauchgefühl heraus so gekommen, während der Radlerei: Der Iran wird´s!

Aber dann lag ich am Abend im Zelt und die Dinge sahen auf einmal wieder ganz anders aus. Wo noch am Tag die reine Überzeugung war, dass ich auch dort auf freundliche, mir wohl gesonnene Leute treffen werde, wurde in der Nacht plötzlich alles negativ. Also…nicht mehr ganz so sicher eben. Ich müsste sowohl bei der Einreise von der Türkei als auch bei der Ausreise (mit einem Schiff nach Dubai, von dort nach Mumbai) durch gefährliche Gebiete. Zumindest rät das Auswärtige Amt derzeit von Besuchen dieser Zonen ab. Und ich habe mir vorgestellt, wie so eine Bande Entführer wohl arbeiten wird. Ich meine, die dürfen das ja auch nicht offiziell dort. Also müssen die sich irgendwo verstecken. Oder bedeckt handeln. Und sie müssen dann schnell handeln. Also zack, zack! einen in den Lieferwagen zerren und wieder von der Oberfläche verschwinden. Daher wird Touristen wohl auch empfohlen, sich am besten in wuseligen und lebhaften Städten oder Orten aufzuhalten und Einsamkeit sowie Dunkelheit dringend zu meiden.

Jetzt stelle ich mir mal vor, ich müsste einen reichen westlichen Touristen entführen. Wen würde ich wohl als erstes entdecken wenn nicht die große Blonde mit dem durch und durch pinken Fahrrad? Ich kann mich mit diesem Gefährt unmöglich bedeckt halten. Das ist mir gerade eben nochmal bestätigt worden, als mich mitten im Trubel von Thessaloniki der radelnde Spanier aufgespürt hat: Er hat die rosa Kiste gesehen! Wahnsinn!

Dazu kommt, dass ich mir nicht unbedingt sicher bin, ob der Iran wirklich gerne Gäste empfängt. Schon das Visum zu beantragen ist ein kleineres Drama! Aber einmal drin, kann man dort kein Geld abheben und das mitgebrachte kann man hinterher entweder nicht mehr oder nur zu einem äußerst ungünstigen Kurs wieder zurücktauschen (laut Angaben des A.A.). Dann sollte man unheimlich aufpassen, was man fotografiert: Keine Beamten oder Angestellte des Staates, keine Polizisten, keine Politiker, keine dazugehörigen, staatlichen Gebäude, keine verschleierten Frauen, …. Den Iranern ist wohl angeraten, Kontakt zu Ausländern zu meiden und daher wird jegliche Art von Kommunikation dort streng überwacht: Facebook und ähnliche Plattformen z.B. aber auch E-Mail-Services und dergleichen. Dann wird man bei Benutzung eines GPS-Gerätes möglicherweise der Spionage verdächtigt. Und bei der Ausreise, die für mich nur mit dem Schiff in Richtung Dubai möglich wäre, würde ich zwangsläufig ein Gebiet durchqueren, auf das sowohl der Iran als auch die VAE Hoheitsanspruch erheben. Wenn ich Pech habe, werde ich dort noch aufgegriffen und wegen illegalen Aufenthalts (oder was mir da sonst noch alles in die Turnschuhe geschoben werden könnte) aus dem Verkehr gezogen.

Ich glaube, darauf habe ich eigentlich überhaupt keine Lust. Mein eigenes Wesen und meinen Humor schätze ich so ein, als dass mir die dort ziemlich gefährlich werden könnten. Vielleicht sollte ich also einfach einen großen Bogen um den Iran machen und gerne dann wieder kommen, wenn ich das Gefühl habe, dort willkommen zu sein.

So leid es mir auch um die unvergesslichen, herzlichen und gastfreundlichen Begegnungen mit den Menschen dort, die ich sicherlich gemacht hätte, tut!

Die aktuelle politische Situation dort ist mir momentan einfach nicht ganz geheuer.

…und daher kriegt der Iran heute leider kein Foto von mir!

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68_Thessaloniki

Nach einigen besinnlichen, durchgrübelten, abwägenden und beschlussfreudigen Radfahrtagen genieße ich heute erst einmal die gastfreundschaft von Theano und Jorgos. Die beiden habe ich in Almiros bei Familie Sianos kennengelernt und sie haben mich dort gleich eingeladen, in Thessaloniki bei ihnen zu wohnen. Das finde ich schon bemerkenswert! Denn weder spreche ich Griechisch, noch sprechen die beiden Deutsch oder Englisch. Aber sie hatten keinerlei Angst oder Hemmungen davor, mich zu sich einzuladen. Das finde ich große, große Klasse und lupfe ganz hoch meinen Hut!

Gleich nach der Ankunft gab´s gefüllte Paprikaschoten, dann Mittagsschlaf und anschließend einen ersten Stadtrundgang mit dem süßesten fast fünfzig Jahre lang verheirateten Ehepärchen Griechenlands!

Danke Theano und Jorgos!

 

 

Thessaloniki (Theano und Jorgos)

Tages-Km: 35,99km / -Zeit: 2:05h / -Höhenmeter: 223m

Gesamt-Km: 3.951km / -Zeit: 268:23h/ -Höhenmeter: 34.152m

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67_Schuh-bidu-bidu!

Nach dem spärlichen Eindruck, den der legendäre Olymp gestern Vormittag hinterlassen hatte, kämpfte ich mich noch über den Kamm – 3° oben und ich hatte alles an, was der Kleiderschrank hergab! Oh mann, wann wird´s mal wieder richtig Sommer?

Dafür durfte ich mir jetzt aber eine feine Belohnung gönnen, als ich wieder unten war: Lidl! Und zwar gab´s da Vollkornbrot aus der Dose, zwei Schokodonuts und zwei Tafeln weiße knusper-crisp „Schokolade“ mit ganzen Haselnüssen. Schluss mit 85% Kakao Deluxe-Genuss: Heute tut´s mir auch mal die „abgespeckte“ Variante: Fett & Zucker. Ich brauch ja schließlich nicht immer vom Besten. Und außerdem steht auf der Packung sogar ganz dick was von Sport drauf. Das ist doch mal praktisch. Also rein damit! Und die fluffigen Donuts? Viel Luft um ein großes Loch. Wo soll da bitte Platz für Kalorien sein? Da hat er schon Recht, mein lieber Kollege Christian! Was soll denn nur immer diese Panik um den Waagenzeiger? Die Seele braucht auch was zu Futtern! Oder was glaubt ihr, wo die Glücksgefühle herkommen, wenn die Sonne einen so jämmerlich im Stich lässt? Und außerdem: Es geht ja nicht immer gleich direkt in den Magen und von dort auf die Hüften. Das Auge isst ja schließlich auch mit…

Frisch gesüßt arbeitete ich mich noch bis ganz ans Meer vor und dort wurde ich mir einer ganz neuen Art von Gefahr gewahr: Es öffnen langsam die Geschäfte in den Strand-Touri-Meilen… Klingelt nicht? Na, was betört Frauen wohl am meisten neben Schmuck, Handtaschen und… ja euch Männern natürlich? S-c-h-u-h-e! …ich konnte einfach nicht widerstehen. Auch wenn in meinen Taschen kein Platz dafür ist. Aber ich bin der Meinung, Künstler muss man unterstützen, wann immer sie etwas besonders gut können. Und meine neuen Sommersandalen hat die Frau im Laden selbst gemacht. Und zwar ganz besonders schön! Dazu kam, dass mein Lieblingsdesign auch noch genau einmal in meiner Größe da war. So was nenne ich dann immer schlicht und einfach Schicksal. Die haben offensichtlich gerade auf mich gewartet! Und Schuhe lässt man nun mal einfach nicht warten. Basta.

Ein voller Erfolg also, dieser gestrige Tag rund um den griechischen Götterberg! Und wer weiß: Vielleicht bald und endlich offiziell anerkannte neue olympische Disziplin: (pures) Gift-Shopping!

 

Halkidona (Hotel Halkidona)

Tages-Km: 70,07km / -Zeit: 4:01h / -Höhenmeter: 348m

Gesamt-Km: 3.915km / -Zeit: 266:18h/ -Höhenmeter: 33.928m

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66_Olymp

After some „nice“ dog stories I finally arrived safely at the Olymp – the highest Mountain of Greece. But all I could see was the shape similar to one of our little hillies in my home + clouds, clouds, clouds. Oh come on, Mr. Weather-God! I mean, do I cycle more than 3.000 km so get this picture? Ok, maybe Germans like cycling or even travelling long distances on a bike. But they also like to see something at the end of their trips! …sometimes at least!

 

Paralia (Zelt)

Tages-Km: 70,17km / -Zeit: 4:34h / -Höhenmeter: 622m

Gesamt-Km: 3.845km / -Zeit: 262:17h/ -Höhenmeter: 33.580m

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66_Olymp

Es war mir eine Lehre: Ich schreibe nie wieder offen über meinen vermeintlich routinierten Umgang mit der Hundeproblematik!

Nun, kommen wir zum Wetter: Sonne, dicke Wolken davor, aber trocken. Die Temperaturen im unteren Bereich. „Frisch!“, wie man in Bayern sagen würde. Die Tagesetappe: Jetzt nur noch ein Stück und dann müsste ich ihn sehen können! Bin gespannt…

…das ist er jetzt also. Der Olymp. Der höchste Berg Griechenlands. Und da oben hocken sie. Die alten, griechischen Götter. Auf gut dreitausend Metern Höhe. Und quarzen!

Oder soll das etwa alles Nebel sein? Ich meine: Ich komme bis von Deutschland mit dem Rad hier her, um nicht mehr zu bekommen als den halben Rottachberg + Wolkentürme?

 

Paralia (Zelt)

Tages-Km: 70,17km / -Zeit: 4:34h / -Höhenmeter: 622m

Gesamt-Km: 3.845km / -Zeit: 262:17h/ -Höhenmeter: 33.580m

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Mondschau

Was natürlich so was von klar war: Da lehne ich mich einmal ein bisschen aus dem Fenster, schon werde ich des Nachts bitter gerügt. Ich möchte hiermit also die Gelegenheit beim Schopf packen und alles, was ich über Hunde und deren Handling oben geschrieben habe, auf den Zeitraum des hellen Tageslichtes beschränken. Nachts gelten nämlich andere Regeln!

Ich habe nun schon den ein oder anderen Vierbeiner erlebt, wie er nachts direkt vor meinem Zeltreißverschluss steht und mir – nicht gerade in den sanften Tönen einer Gute-Nacht-Geschichte – direkt ins Ohr knurrt und bellt. In dieser Situation habe ich eine eher schlechte Ausgangsposition, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich liege nämlich flach am Boden. Und um rauszugehen und mich vor ihm bedrohlich aufzurichten, um ihm Respekt abzuzollen, müsste sich erst einmal meine Nasenspitze von der Höhe seiner Pfoten vorbei an seiner gefletschten Schnauze nach oben arbeiten. …eher nicht! Also was bleibt mir übrig als regungs- und bewegungslos liegenzubleiben, das schnaufen auf ein flaches hauchen zu reduzieren und zu hoffen, dass er mir bald glaubt, dass ich längst tot bin und keine Gefahr mehr für ihn darstelle. Bisher hat das jedenfalls funktioniert und solange werde ich das als meine Nacht-Hunde-Regel auch brav weiterverfolgen.

Aber zurück zur besagten Nacht nach dem Zaunerlebnis. Ich habe kurze Kilometer später wieder einmal den perfekten Zeltplatz ausfindig gemacht: Gleich neben der Straße aber dennoch hinter einer kleinen Kuppe, sodass mich kein Autofahrer sehen konnte während der Vorbeifahrt. Nur dass da an der einzigen flachen Stelle ein Stück abgefieselte Wirbelsäule lag…ok, kann man mit dem Fuß wegschießen. Dann sah ich mich aber doch noch nach einer noch flacheren Stelle um, die es nicht gab. Dafür stieß ich bei diesem Rundgang als nächstes auf einen Bockschädel, ein paar Rippen, noch ein Stück Wirbelsäule, einen Haufen zerflückte Wollfetzen, Knochen, Knochen, Knochen. Und da wurde es mir dann doch ein bisschen zu gruselig dort. Wollte schließlich nicht auch noch meine Gebeine dort hinterlassen…

Natürlich hatte sich meine Fantasie längst ausgemalt, dass dieses Schlachtfeld nur ein bösartiger Monsterhund hinterlassen haben konnte. Also nix wie weg in eine hundefreie Zone! Gesucht, gefunden. Alles war friedlich. Man konnte schon Hunde hören, sobald es dunkel wurde. Aber die waren alle mindestens einen halben Kilometer weg. Und dann wurde es sogar ganz still. Hmm – ungewöhnlich! Aber warum nicht mal in Frieden wildcampen. Dann drängte mich ein inneres Bedürfnis dazu, nochmal kurz rauszugehen. Ich traute irgendwie dem Frieden nicht so wirklich. „Ach iwo!“, sagte ich zu mir selber, ich bin ja schon total paranoid! Also Schuhe an und raus in die mondhelle Nacht!

Ich setzte mich gute zwanzig Meter weg vom Zelt hinter ein paar Sträucher. Doch kaum hatte ich die Hosen runtergelassen: Grollendes Knurren, lautes Bellen. Oha! Der war scharf! Und keine hundert Meter mehr weg! Ich schnellte mit einem Satz in die Höhe und – hätte mir in diesem Moment ein Mondschauer auf der Lauer gelegen, er hätte Zeuge des kompletten Parabellaufes eines strahlend-weißen Doppelmondes werden können; vom Aufgang hinter den Büschen bis zum Untergang in meinem Zelt. Und das alles binnen weniger als drei Sekunden!

Wie ich es auf dieser perfekten, ruckelfreien Flugbahn jedoch geschafft habe, noch drei Mal meine Klorolle zu verlieren und wieder aufzuheben, bleibt wohl für immer eins der bis dato unerklärbaren Phänomene dieser Erdengeschichte…

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