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389_Final Countdown: 12

Wieder bin ich nicht ausgeschlafen. Diesmal war es eine ehemalige, verlassene Mautstation, in die ich mich verkrochen habe. Licht? Kein Problem diesmal. Denn die ganze Hütte war ent-elektrifiziert. So, wie man es eben von verlassenen Gebäuden kennt: Die Scheiben eingeschlagen und jede Menge Hundshaufen drin. Hmm, was tut man nicht alles für einen guten Schlaf! Denn draußen ist gegen Nachmittag dicker Nebel mit viel, viel feuchter Luft aufgezogen. Wenn ich bei diesen Bedingungen draußen im Freien bleibe, ist morgen Früh mein Zelt triefend nass. Das kostet mich jede Menge Energie, um es halbwegs einpackfähig zu bekommen und eigentlich ein Nochmal-Auspacken spätestens am nächsten Abend, damit es nicht zu muffeln beginnt. …am nächsten Abend, den ich plane, in einem Hotel zu verbringen. Also halte ich lieber für ein paar Stündchen Nase und Ohren zu. Denn der Schallschutz von eingeschlagenen Scheiben hält von den vorbeidröhnenden Lastern nicht allzuviel Lärm ab…

Wieder ist es also zäh, mich aus der Matratze zu arbeiten heute Früh. Doch unterwegs fasse ich einen Beschluss – wieder einmal. Denn eigentlich hätte ich das ja schon mehrmals gelernt auf dieser Reise: Glücklichsein ist ein Beschluss, den man fasst. Oder eben nicht. Und so beschließe ich heute, alle bösen Gedanken an das Danach noch für ein paar weitere Tage in die Ferne zu schieben und die letzten, mir verbleibenden Tage, ja fast nur noch Stunden in völliger Freiheit zu genießen. Ob´s nun bergauf geht oder bergab. Ob der Himmel blau ist oder grau. Ob ich mir noch einen Platten fahre oder nicht. Wen juckt´s: Ich bin glücklich!

Und wieder im Rhythmus…

Carbuncle – Drum ´n´ Bossa

 

 

Cajati, Brasilien (Hotel Sueber)

Tages-Km: 85,39km / -Zeit: 5:01h / -Höhenmeter: 746m / Platten

Gesamt-Km: 24.927km / -Zeit: 1.694 / -Höhenmeter: 214.553m

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