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44_Überlandfahrt

Nachdem wir unsere Tieflader mit Gemüse und Obst vom Markt, Feta und Quark von der Käserei und zwei Kipf Vollkornbrot und Keksen von der Bäckerei vollgeladen hatten, kämpften wir uns wieder aus Tirana hinaus. Zunächst wurden die Straßen enger, dann holpriger, die Löcher wurden tiefer und die Kanaldeckel fehlten bereits gänzlich. Die Läden am Straßenrand wurden ranziger, dann wechselte deren Sortiment auf Eisenwaren, Schubkarren, Werkstätten, Autoreifen. Dieses Warenangebot verlagerte sich schrittweise von Regalen in geschlossenen Räumen hinaus auf die Straße bis schließlich nur noch ein paar Holzkisten mit einem Brett und einem Haufen rostigem Werkzeug die Auslage war. Aber genau dort fand ich mein perfektes Schraubenschlüsselset für gute 3,50€. Ein echtes Schnäppchen! Und das gleiche dachte sich bestimmt auch der braungebrutzelte, runzlige, alte Albaner nachdem ich beim Handeln einen entscheidenden Fehler gemacht hatte. Aber warum sich drüber ärgern, es haben sich beide Seiten gefreut am Ende. Win-win. Was will man mehr?

Dann wurde es endlich ländlich und Albanien zeigte sich von einer ganz neuen Seite: Es wurde irgendwie feiner. Etwas wohlhabender. Es war offensichtlich eine fruchtbare Gegend, und man stieß auf Obstbäume und Weingärten. Sogar der Premierminister hatte diese Gegend für seinen Landsitz auserkoren! Interessant, was dieses Land alles zu bieten hatte!

 

Kavaje (Zelt mit Linda, auf dem Olivenberg)

Tages-Km: 57,08km / -Zeit: 3:28h / -Höhenmeter: 343m

Gesamt-Km: 2.575km / -Zeit: 176:30h/ -Höhenmeter: 19.940m

 

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