Kategorie-Archiv: Allgäu

José und sein Weihnachtslied

Viel zu früh für ein Weihnachtslied, meint ihr? Höchste Zeit, würde ich sagen!

Er ist heute genau Zwei Monate her, mein letzter Eintrag ins Holario-Tagebuch. Und vielleicht hat sich einer von euch ja gefragt, wie´s der wohl geht. Was sie jetzt macht. Das zumindest waren die beiden häufigsten Fragen, die mir in dieser Zeit gestellt worden sind. Es waren sozusagen die beiden Fragen.

Nun, zu Erstens: Es geht mir gut. Mal zumindest. Dann wieder nicht so. Wie in den letzten Tagen zum Beispiel. Ihr wisst es ja eigentlich, denn ich habe schon ein paar Tage vor Rio davon erzählt. Und es kommt natürlich immer wieder! Es kommt manchmal in unerklärlich unbehaglichen Tagen und neuerdings in rastlos rasenden Herzfrequenzen mitten in der Nacht. Es weckt mich auf und holt mich aus dem Tiefschlaf. Um ziemlich genau Zweiundzwanzig Uhr Kolumbianischer Zeit. Heute Nacht war es zum Dritten Mal nach vergangenem Freitag und gestrigem Montag. Ich wache plötzlich auf und mein Puls geht eine Runde joggen, ohne dass ich mich dafür auch nur im Bett herumdrehen müsste. Ich würde es ja auf ein zu üppiges Abendessen schieben, käme dies auch nur annähernd in Frage. Nein, es muss was Anderes sein. Und ich glaube, gestern ist mir klar geworden, was das ist…

Ich hatte mir gedacht, ich tue es meinem nächtlichen Blutrhythmus gleich und zerstreue meine chaotischen Gedanken bei einer Runde Laufen. Es war ein herrlicher – ja fast möchte man sagen – Wintertag: Strahlender Sonnenschein, frostig-weiße Berggipfel ringsum und filter-frische Luft. Und plötzlich kam da dieses Lied! Feliz Navidad von José Feliciano. Irgendwie gefällt mir das seit meiner frühen Kindheit. Doch gestern hat es eine ganz neue Bedeutung erlangt in meinem Leben. Eine Bedeutung, die mir allerdings erst heute Nacht klar geworden ist, als ich zum Dritten Mal aus dem Schlaf gerissen war und nicht mehr einschlafen konnte. Ich habe es mir nochmal in die Ohrmuscheln gesetzt und auf einmal kamen ein paar Steine ins Rollen. Es hat ein paar eingefrorene Erinnerungen ins Bewusstsein zurückgeholt!

Als ich vor fast Zwei Jahren meine Reise angefangen habe, war auch Weihnachtszeit. Und ich habe damals nach einem ganzen Jahr Abstinenz von Weihnachtsmusik dieses Lied zufällig im Radio gehört, als ich mich in Österreich einen Hügel hinaufkämpfen musste. Auch damals war ein sonniger Tag. Bunte, feuchte aber noch ein bisschen raschelnde Blätter lagen in dicken Schwaden auf meinem Radweg. Und weil ich den Song nur über Funkwelle hörte, wurde er immer wieder vom löchrigen Empfang unterbrochen. Es machte mich schier wahnsinnig, denn zu gern hätte ich ihn ganz und ohne Störungsrauschen gehört! Danach habe ich die Technik ausgeschaltet und ihn für den Rest des Nachmittags gesungen. Am Abend habe ich ihn mir über Internet gekauft und danach noch unzählige Male gehört auf meiner Reise. Doch in Erinnerung geblieben ist mir dieser erste Tag, als ich mich mit schmerzenden Knien durch das Herbstlaub hindurch auf die nächste Anhöhe geknetet habe. Als alles noch vor mir lag. Herrgott, war das mühselig damals am Anfang! Wollte ich das wirklich tun? Allein sein für die nächsten eineinhalb Jahre? Einen zweirädrigen Schwertransport vom gemütlichen Zuhause ins ferne und fremde Rio wuchten? Wollte ich wirklich alle meine Karten auf diesen Haufen Ungewissheit setzen? War es richtig gewesen, so verrückt und besessen von dieser Idee zu sein, dass ich mich mitten im Winter bei Eis und Schnee auf den Weg gemacht hatte? Heute weiß ich, dass die Antwort auf all diese Fragen immer nur aus Zwei simplen Buchstaben und einem unverzichtbaren Ausrufezeichen besteht: „Ja!“ Doch damals und in diesem Moment hatte ich nur dieses Lied, das mir Mut machte. Nicht durch den Text, nicht durch irgendetwas Greifbares. Einfach nur, weil ich mich bei ihm wohl gefühlt habe.

Und gestern ist es mir genauso gegangen. Ich habe es beim Laufen eine Dreiviertelstunde lang in Dauerschleife gehört. Und heute Nacht bestimmt nochmal für Zwanzig Minuten. Und mir ist wieder eingefallen, was die große Gefahr der Hürde des Zurückkommens ist: Das Hängenbleiben! Ich muss weitergehen. Ich muss endlich loslassen! Ich brauche mich nicht wie ein Klammeräffchen an all das erfahrene Glück krallen, das mir diese Reise beschert hat. Denn es wird für immer Teil meines Lebens sein. Niemand kann mir das mehr nehmen. Ich habe es bis in alle Ewigkeit in mir drin. In meiner Erinnerung, in meinem Herzen. Und wenn es jetzt so nach und nach zu Ende geht, bedeutet das damit nicht, dass ich es verliere. Es muss vielleicht alles einmal zu Ende gehen. Und glaubt mir: Diese Erkenntnis fühlt sich in Wirklichkeit an wie ein herausgerissenes Herz! Doch wie könnte sonst etwas Neues einen Platz finden? Ich bin wieder einmal an einem der Punkte in meinem Leben angekommen, da ich einen Schlussstrich ziehen muss. Ich habe keine andere Wahl. Mir bleibt nur die Erinnerung und das Vertrauen darauf, dass das, was jetzt in der Ungewissheit auf mich wartet, irgendwann auch einen erinnernswerten Platz in meinem Herz finden wird…

So geht´s mir also Vier Monate nach Hola Rio. Und wie geht´s jetzt weiter?

Ich werde mir wohl zunächst einen sehnlichen Kindheitstraum erfüllen. Denn – und es ist nicht zu glauben, dass ich das tatsächlich so niederschreiben kann: Ich stehe tatsächlich wieder an einer der ganz frühen Kreuzungen, an der ich mich für einen Weg entscheiden muss. Beziehungsweise „kann“. Und weil ich den falschen Weg ja nun schon kenne, werde ich diesmal eine der anderen Richtungen einschlagen. Mehr will ich dazu noch nicht verraten – ist eine Eigenart von mir. Aber wer mit mir geht, wird es herauskriegen. Nur so viel sei gesagt: Es geht dabei sicher nicht um´s große Geldverdienen. Und auch nicht um Karriere. Schließlich habe ich doch gesagt „Kindheitstraum“. Es geht darum, bei mir selbst anzufangen. Ich kann mich ja nicht darüber enttäuschen, dass Leute das Potenzial, das ich in ihnen sehe, nicht ausschöpfen, wenn ich es selbst nicht mal tue! Und darum geht´s: Mein Potenzial. Genau damit werde ich diesen neuen Abschnitt beginnen.

Und damit euch nicht fad wird in der Zwischenzeit – es wird sich wohl ein paar Monate hinziehen – könnt ihr euch ja schon mal ein bisschen musikalisch-felicianisch auf den anrollenden Advent einstimmen:

José Feliciano  – Feliz Navidad

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Schlappold

Seit einer guten Woche bin ich nun wieder zurück in Deutschland. Und seit einer guten Woche sträuben sich mir alle Härchen, wenn ich nur daran denke, den Computer hochzufahren. Ich glaube, ich bin wohl so etwas wie allergisch geworden…

Aber wen wundert´s? Viel zu schön ist´s hier daheim, um sich hinter einen Bildschirm zu klemmen. Wer will schon gern in die Röhre gucken, wenn er als Alternative eine einzigartige Bergkulisse zur Auswahl hat. Ein Panoramabild, gehalten und gerahmt von sattem Grasgrün und strahlendem Himmelblau. Petrus meint es wirklich gut mit mir. Denn ohne sein Zutun wäre mir die Heimreise wohl nicht so leicht gefallen. Wie sollte man sich schließlich von einer Stadt wie Rio mit ihrer wohlig warmen Wintersonne, ihren kilometerlangen Badestränden, der Zuckerhut- und Christokulisse, den Sonnenuntergängen und Maracuja-Mandarinen-Caipirinhas jemals den Absprung schaffen? Pudelwohl habe ich mich dort gefühlt. Und einen gelungeneren Abschluss für meine lange Reise hätte wohl niemand besser planen können, als mein eigenes Schicksal. Aber auch auf Weltreisen gilt: Man soll aufhören, wenn´s am schönsten ist.

Was nicht bedeutet, dass ich rotz- und wasserfrei in den Flieger gestiegen bin! Um es auf den Punkt zu bringen: Direkt vor Abflug hat mich nochmal eine mittelschwere Krise eingeholt. Und auch während des Flugs nach Frankfurt sind mir mehrmals die Servietten ausgegangen, um mir meine Trauertränen aus dem Gesicht zu wischen. Einen ganzen Ozean hätte man in den paar Flugstunden mit meinen Erinnerungen und Gefühlen füllen können. Welchen es natürlich noch in verbaler Form auf Papier zu bringen gilt. Aber dafür muss sich alles noch ein bisschen setzen. Für´s Erste jedenfalls wollte ich euch nur mal kurz wissen lassen, dass ich nicht nur gut gelandet, sondern mittlerweile auch so etwas wie gut angekommen bin. Und das eben nicht zuletzt durch „mein“ herrliches Allgäu, das sich seit fast einer Woche von seiner unwiderstehlichen Seite zeigt.

Und so konnte sie endlich stattfinden: Die mysteriöse Schlappold-Challenge, die wir – das sind Papa und ich im Speziellen – nun schon seit Jahren vor uns herschieben. Vor allem letztes Jahr fiel es uns beiden schwer, als ich sie wegen meiner noch immer anhaltenden Asien-Schwäche ausfallen lassen musste. Wo Papa extra trainiert hatte wie ein Wilder… Ihr versteht nicht, wovon ich eigentlich rede, oder? Nun, in ein paar einfachen Worten kann man das so erklären: Schlappold ist der Name einer Alpe. Eine Alpe ist eine Berghütte. Über den Sommer auch bewirtet in diesem Fall. Die Hirtenfamilie, die dort oben von Mai bis September das Jungvieh verschiedener Bauern hütet, verarbeitet die frische Milch zu Butter und Käse, es gibt Salami und Schinkenspeck von eigenen Schweinchen und selbstgemachte Kuchen. Und um das ganze feine Zeug alles zu probieren, muss man sich auf eine Holzterrasse setzen, in die Gipfelkette der Oberstdorfer Berge gucken, die im warmen Abendlicht einen eindrucksvollen Gruß zur Alpe herüber richten und das eigene Schmatzen vom idyllischen Gebimmel der zufrieden grasenden Rindviecher übertönen lassen. Noch Fragen also, warum man dort unbedingt hinfahren will?

Na gut, dann kann ich ja jetzt noch in einer kurzen Fußnote erwähnen, dass es bis zur Ankunft auf dem Holzdeck mit Brotzeit einfach sakrisch bergauf geht. Das ist die Challenge an der Challenge. Und wer oben ankommt – ob nun mit oder ohne E-Motor im Fahrradrahmen – wird auch ohne weiteres darüber Nachdenken verstehen, wie diese Alpe zu ihrem Namen gekommen ist. Jedenfalls ist sie nicht umsonst bei uns in der Familie zu so etwas wie einer Messlatte geworden. Man fährt sie zum Schluss der Trainingssaison, wenn Oberschenkel und Lungenflügel ausreichend Volumen aufgebaut haben. Und wenn dann der große Tag gekommen ist, startet man in Abständen versetzt und begibt sich ungefähr eine bis knapp eineinhalb Stunden – je nachdem, in welchem Fitnesszustand man sich gerade befindet – an sein absolutes, persönliches Leistungslimit. Und so ist auch schon ohne Stoppuhr sichergestellt, dass gewonnen hat, wer oben ankommt. Aber wer der Schnellste ist, der darf ab dann ein Jahr lang den anderen mit großkotzigen Sprüchen aufziehen, bis der wieder genug Motivation hat, den kommenden Radelsommer über alles zu geben, um bei der nächsten Challenge den Spieß wieder umzudrehen…

Wer noch mitfahren will: Vierundfünfzig Minuten gilt es zu schlagen! Gemessen ab der letzten Abzweigung unten im Tal. Aber sputet euch, denn bald verlässt der g´schmackige Anreisegrund die traumhaft gelegene Hütte und zieht samt Hirten und Viechern zurück ins Tal. Damit sich hoffentlich bald schon eine dicke, weiße Schneedecke über den Steilpfad legen und bei einer flockig leichten Skiabfahrt die ganze sommerliche Schinderei vergessen lassen kann.

 

Alpe Schlappold, Deutschland (Allgäu)

Tages-Km: 5,6km / -Zeit: 0:54h / -Höhenmeter: ugfähr 750m (sagen Papa und Google)

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Willkommen daheim!

Nach einem Marathon-Check-In in Katmandu, einem Tag im Flieger und nochmal Zwei Stunden im Auto sind wir vorgestern Abend wieder heil und gesund in unserem herrlichen Oberallgäu angekommen. Und haben als Willkommensgruß einen von unserem „vegetarischen“ Papa gebratenen Brocken Leberkäs´ im Ofenrohr gefunden. Kann´s denn noch was Schöneres geben? …außer noch einen zweiten Brocken Leberkäs´ vielleicht?

Gestern war dann das obligatorische Packtaschen auspacken, Wäsche wieder mal waschen und Rad rausholen aus der schwerst demolierten Schachtel dran. Immer wieder unterbrochen von kurzen Nickerchen, versteht sich. Es zeigen ja schließlich die Zeiger in Nepal eine um ein paar Stunden verschobene Zeit! Und wenn ich gerade nicht schlafend oder schraubend unterwegs war, hättet ihr mich sicherlich im Bad gefunden. Ich habe es nämlich mit Bravour gemeistert, ein paar klitzekleine, nepalesische Magen-Darm-Tierchen unverzollt in die Heimat zu schmuggeln. Und die freuen sich so dermaßen über ihren ersten Auslandsaufenthalt, dass sie Tag und Nacht Party feiern da unten…

Aber das wird schon wieder werden. Ich fühle mich zwar noch ganz schön ausgenudelt und schlapp, aber ich möchte es deswegen nicht versäumen, euch allen jetzt einmal ordentlich für eure Unterstützung und Begleitung zu danken! Es haben mich nicht zuletzt auch eure aufmunternden Kommentare und virtuellen Jubelschreie motiviert, meine Pläne trotz Hitze, Regenzeit, Spannerwahn und Blähbauch bis Katmandu nicht aufzugeben – Danke! Schön, dass ihr mich so treu begleitet habt! Ich hoffe, ihr seid auch für die zweite Hälfte wieder am Start und bin schon ein bisschen neugierig, was die andere Seite der Erde für Überraschungen bereithalten wird!

Und nicht zuletzt ein großes Dankeschön an alle meine offiziellen Sponsoren!

Damit wünsche ich euch ein paar ruhige Wochen bis zum nächsten Startschuss! Lehnt euch aber nicht zu weit zurück: Es wird die Zeit bis dahin schneller vergehen, als ihr denkt! Und schaut mal ab und zu herein bei Holario: Es kommen ja noch die Bilder zu Indien und Nepal. Und es wird durchaus den ein oder anderen Blog geben! Immer noch aktuelles Thema und nächster Beitrag: Erdbebenhilfe für Nepal!

Habt einen schönen Tag und eine gute Zeit, bis bald, eure Angi!

 

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Welcome back home!

Finally – after a long day in aircrafts – we arrived safely back home in Germany. Our dad was waiting for us with a nice, typical Bavarian piece of meat for dinner (it´s called ´Leberkäs´ which you can see on the pic) while our mom was picking us up from the airport. Yesterday I spent the whole day with unpacking and sleeping as I still feel exhausted somehow. But not enough to stop the big project here: I would not be me if I wouldn´t go for the second half! I think early Octobre…

But this is maybe a good time to say ´Thank you all!´ for what I already could experience until now! I met so many fantastic people out there and I wish we will all keep the contact. And maybe some of you can manage to visit me here in the German mountains one day. It will be a pleasure to offer you back the amazing hospitality I found in your countries, villages and homes! I never really felt alone because of you, being like my big, international, mobile family. This is maybe the most valuable result from the last travelling months: Some awesome new friends! I thank you for all the big and little things you put on my way and I really wish we will meet and see each other again! Until then: Take extremely good care of you, be happy and healthy and be with me as soon as I´ll start cycling again and go for the final destination: Rio de Janeiro in Brasil – Holario!

Angela

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1_Gammelfleisch

  1. Salami macht dick.
  2. Wer Salami länger aufspart, hat länger was davon.

Beides völliger Blödsinn, wenn ihr meine Meinung dazu wissen wollt! Wie`s kommt? Also: Im Spätsommer habe ich zum Abschied von unserem wunderschönen Allgäu noch einen kleinen Abstecher auf die Seealpe gemacht. Und in weiser Voraussicht habe ich mir von dort ein kleines Erinnerungsgeschenk an mich selbst gemacht. Eine Stange Hirschsalami. Und weil ich damals noch an 2. geglaubt habe, durfte die natürlich keiner anrühren. Ich selbst auch nicht. Die sollte nämlich mit auf die Reise. Falls ich mal Heimweh bekommen würde, könnte ich mir davon ein Radl abschneiden. Soweit der Plan.

Jetzt war zwar noch nicht so direkt die Situation „Heimweh“ eingetreten (ein bisschen vielleicht), aber immerhin eine Art Notfall. Hab nämlich kaum noch was zum Einkaufen gefunden heute Abend. Aber in solchen Fällen darf der Hirsch selbstverständlich auch einspringen – ist ja klar! Oder sagen wir besser „hätte dürfen“. Es war von ihm nämlich nicht mehr viel übrig. Hatte vergessen, ihn aus der Alufolie zu nehmen. Und so hat er still und heimlich versucht, in den letzten zwei Monaten Blauschimmelkäse zu werden. Konnte gerade noch den allerinnersten Kern in der Menge eines einzigen Brotbelages retten. Und damit wäre spätestens auch 1. widerlegt. Es ist ein Trauerspiel!

Aber ich will ja positiv denken: Gutes Pfund weniger Gewicht in den Taschen!

Tages-Km: 27,89km / -Zeit: 3,03h / -Höhenmeter: 468m

Gesamt-Km: 28 km / -Zeit: 3 h

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…und los geht´s!

Ich habe mich noch ein bisschen verzogen in den letzten Tagen, mich versteckt und nichts mehr von mir hören lassen. Nennen wir das mal die mentale Vorbereitungsphase. Aber jetzt bin ich bereit! Heute Früh (beim ersten Mal aufstehen) war draußen alles weiß. Da habe ich mich schon gefragt, ob das wirklich sein muss. Jetzt raus in die Kälte. Aber zum zweiten Mal aufstehen hat mir die Sonne direkt ins Gesicht gelacht. Das war schon seit Wochen nicht mehr! Und das ist mein Signal vom Himmel: Heute ist der richtige Tag! Ich pack´s!

Vor zwei Tagen hat mir Mama einen ausgeschnittenen Zeitungsfetzen auf mein Frühstücksbrett gelegt. Darauf stand mein Horoskop:

Wenn Sie Ihre Vorhaben richtig koordinieren, läuft alles wie am Schnürchen. Es können sich sogar Wünsche erfüllen, von denen Sie das bisher kaum für möglich hielten.

Und darunter stand in Mamas Handschrift „glaub´s einfach!“

Mach ich!

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