…eins, und es grünelt in Pink!

Ihr habt es euch sicher schon längst gedacht: Die Malerarbeiten, die ich seinerzeit wagemutig für den nächsten Tag angekündigt hatte, sind – völlig überraschend – in Verzug geraten. Daraufhin habe ich beschlossen, wieder zu meiner altbewährten Taktik zurückzukehren und erst von den Dingen zu berichten, wenn sie sozusagen in trockenen Tüchern sind. Und so darf ich euch heute freudig mitteilen: Es ist vollbracht. Meine Gepäckträgerkiste zeigt sich ab sofort in niegel-nagel-neuem Lackkleid!

Was die Farbe angeht, so habe ich mich beim letzten Anstrich auf einem kleinen gedanklichen Abschweif ertappt und bin dabei in einen interessanten sprachlichen Konflikt geraten. Und zwar folgendermaßen: Man hängt doch – vielleicht nicht im hohen aber doch immerhin im alltäglichen Sprachgebrauch – gerne mal die Buchsstaben „-elt“ an alle möglichen Wörter an, um zum Ausdruck zu bringen, dass das, was sie beschreiben, kurz davor steht, überhand zu nehmen oder übertrieben zu wirken. Ihr wisst, was ich meine? Natürlich nicht. Ist auch für einen Laien wie mich sehr schwierig in Worten zu beschreiben. Ein Beispiel: Stellt euch ein Zimmer vor, das ein Freund von euch in Grün eingerichtet hat. Grüne Wände, grüne Bilderrahmen, grüner Teppich unterm Tisch und grüne Tischdecke darauf, in einer Ecke stehen neben der grünen Palme die grünen Filzpantoffeln eures Freundes und ihr trinkt grünen Tee aus grünen Tassen. Das sagt (oder zumindest denkt) man doch: „Mein lieber Freund, hier grün-elts aber ganz schön!“ Versteht ihr, was ich meine? Und genau diesen Gedanken hatte ich, als meine Kiste noch in vielen Einzelteilen vor mir lag und diese eins ums andere Farbe bekommen haben. Fatal! Diese grammatikalische Konstruktion funktioniert irgendwie mit der ganzen Farbpalette (könnt ihr selber mal durchspielen – ich erspar euch das an dieser Stelle). Aber wie um Himmels Willen soll ich euch nach diesem Prinzip klarmachen, dass hier alles so nach und nach Pink wird?

823 total views, no views today

…zwei,

Ich schreibe gar nicht lang rum: Es bressiert! Hab noch hundert kleine Kleinigkeiten zu erledigen. Und grade noch zwei Tage bis Abreise.

…diese „Zwei“ dürfte wohl das weit sportlichere Ziel als die ganze Reise selbst sein!

2,201 total views, no views today

Oh, bitte noch kein Schnee – Mann!

So, jetzt ist es also so weit. ES SCHNEIT! Und ich bin noch nicht wie geplant über alle Berge und im Warmen. Im Warmen schon, aber das hat ein bisschen mit dem dunkel-rot-glühenden Holzofen nebenan zu tun…

Nicht, dass ich faul gewesen wäre in den letzten Tagen! Ich war immer an irgendwas dran. Rund um die Uhr. Aber die Vorbereitungen wollten einfach kein Ende nehmen. Bis jetzt! Denn jetzt, so schön langsam, wird endlich, endlich alles nacheinander fertig. Und was bedeutet das im Klartext?

Genau, jetzt kann´s wieder von vorne losgehen: Habe vorgestern meine bereits vor Wochen selbst genähten Handschuh“e “ auf den großen Haufen der mitzunehmenden Sachen legen wollen, damit ich sie auch sicher nicht daheim liegen lasse. Und was stelle ich da fest? Einer fehlt! Manchmal ist es doch wirklich wie verhext! Jetzt sitz ich wieder da mit Schnittmuster und Nähmaschine. Und irgendwie dem Gefühl eines klassischen Déjà-Vus.

…ob ich zur Not auch die ersten vier Wochen nur mit der einen Hand fahren könnte? Dann könnte die andere vielleicht ganz lässig in der Jackentasche bleiben!

852 total views, no views today

Werkstatttag

Heute geht ein weiterer, langer Werkstatttag zu Ende. Um halb Acht am Morgen war Treffpunkt mit Papa: Epoxy-Verklebungen! Ihr fragt euch, was ich denn eigentlich genau mache, wenn ich immerzu von Werkstatt rede? Das ist so: Ich brauche ein paar ganz bestimmte…Sachen.

  1. Eine Kiste für hinten. Papa sagt: „Ladefläche“
  2. Eine Halterung für mein Saxophon vorne. Papa sagt: „Frontlader“
  3. Ein Navigierpult am Lenker. Papa sagt: „Warum des?“

Die Kiste soll mir hinten meine Gepäcktaschen gegen Diebstahl sichern, wenn ich z.B. kurz mal im Supermarkt bin. Daran muss man denken, wenn man allein reist. So praktisch die neuen Schnellverschlüsse an den Gepäcktaschen sonst sind. Die Halterung vorne erklärt sich von selbst. Und das Navigierpult ist auch eine Spezialanforderung, weil ich nämlich hauptsächlich mit Karten fahren will, aber für eine Lenkertasche, in die man oben oft sehr praktisch Karten einschieben könnte, keinen Platz habe. Klar, den braucht ja der Frontlader samt Ladung. Also was gibt es für eine Lösung: Ab in die Werkstatt! Und in regelmäßigen Abständen immer wieder mal schnell zum Baumarkt. Schrauben kaufen und so. Dort war ich in den letzten drei Tagen ungefähr zehn mal öfter als in den letzten drei Jahren. Nur gut, dass der so nahe beim Haus liegt! Bei einer durchschnittlichen Anfahrtszeit würde sich meine Abreise mittlerweile um mindestens eine weitere Woche verzögern müssen, glaube ich. Aber nun gut, da habe ich eben (wieder) einmal richtig Glück. Und so nehmen die Dinge langsam Gestalt an. Aber das nicht ohne einen weiteren Klassiker auf Papa´s Sprücheliste:

Es ist mittlerweile Abend. Ich bin oben im Erdgeschoss und messe kurz was am Rad. Unten im Keller höre ich, dass Papa was sagt. Ziemlich laut. Ich gehe kurz in die Garage, Beilagscheiben holen. Als ich wiederkomme, höre ich, dass Papa immer noch was sagt. Immer noch ziemlich laut. Ich gehe mal runter, nachsehen, was da los ist. Ich sehe ihn auf dem Werkstattstuhl sitzen (!!! – Papa sagt: „Ein Handwerker sitzt nie!“), ein kleines Fläschchen Epoxydharz zwischen die Kniescheiben geklemmt, Krampfgesicht, feuerrot. Ah, ich weiß…die Kindersicherung an den Flaschendeckeln, geht nie auf. Papa sagt: „ALSO, DES SIND SOLCHE HALBIDIOTEN!!!“ … [???] … Und Papa sagt: „Ich meine natürlich `Ganzidioten`“.

…und dann sagt Papa noch: „Hol amol a Rohrzang!“

866 total views, no views today

Frau im Baumarkt!

So, ihr Lieben, jetzt wird es langsam Zeit für einen ersten Beitrag. Ich sehe ja, dass ihr mir schon ein paar gute Wünsche auf meine Seite gepinnt habt – vielen Dank! Dafür will ich euch heute endlich ein bisschen aus meinen Vorbereitungen erzählen. Eine kleine Geschichte aus dem Baumarkt, dachte ich. Das müsste doch was sein für euch.

Heute früh bin ich nach einer hoffentlich für lange Zeit letzten Magengrippe wieder mit gewohnter Kraft aufgestanden. Auf in die Werkstatt! Ach ja, ich sollte da vielleicht noch kurz anfügen, dass mein traumhaftes Traumradl seit letztem Mittwoch unseren Hausgang (zeitweise auch unsere Küche) mit seiner Anwesenheit in helles Strahlen versetzt. Es ist nun endlich da! Und jetzt muss ich daran noch ein bissl rumbasteln. Soweit der Bezug zur Werkstatt. Es dauerte natürlich nicht lange: „Ich geh kurz zum Schmid, Schrauben kaufen!“

Doch wie es immer so ist: Meine Schrauben gab`s gerade nicht. Also hab ich auf dem Heimweg noch einen kurzen Schlenker zum Baumarkt gemacht. Und schon auf dem Parkplatz fiel es mir auf: Ich war gerade dabei, meinen grünen Fühler-Helm in mein Ufo-Helmfach zu stopfen, als mir von der Eingangstür herüber drei blaue Latzhosen völlig entsetzt entgegenstarrten. Was denn bitte? Ich bin eine Frau. Das hinter euch ist ein Baumarkt. Und ich geh da jetzt rein – Schrauben kaufen! Mir war/ist mit Nichten klar, was daran so ungewöhnlich sein soll! Gut, vielleicht war es nicht nur die Kombination Frau und Baumarkt, sondern das in Kombination mit meinen alten, fleckigen, löchrigen Hosen, in Kombination mit meinem rosaroten Anorak, in Kombination mit einem Lederhandtäschchen über der Schulter, …aber muss man deswegen gleich so glotzen?

Nur gut, dass es meine Schrauben wie erwartet auch hier nicht gab. So hab ich beim Rausgehen an der Bäckerei nämlich drei Stück Kuchen mitgenommen. Und damit den drei Latzhosen ihr erschüttertes Weltbild wieder in Ordnung gebracht: Ach na klar, sie kauft hier nur Kuchen! Und schon schmeckten sie wieder, die Leberkässemmeln.

 

Damit wünsche ich euch einen schönen Abend! Ich muss pennen.

P.S.: Nach weiteren drei Fahrten habe ich dann endlich die passende Alternativlösung gefunden – Schraubenproblem gelöst! Morgen: Malerarbeiten!

820 total views, no views today